Prophetisch Kochen
Dienstag, 4. September 2012
Noch ´ne Wallace-Geschichte
"Manchmal", sage ich zu Wallace, "möchte ich es den Menschen einfach beweisen."

"Was genau meinst Du?" antwortet er. "Dass die Erde rund ist, weiß die Menschheit schon eine Weile. Möchtest Du ihnen vielleicht beweisen, dass der Pfirsich dort auf dem Tisch in ein Wasserglas passt?"

"Ich will ihnen beweisen, dass ich etwas kann. Dass ich liebenswert bin. Dass ich etwas Besonderes bin, so wie alle anderen auch."

Wallace denkt lange nach. Schließlich sagt er: "Wenn jeder beansprucht, etwas Besonderes zu sein, ist das Besondere gewöhnlich. Erst dadurch, dass jeder denkt er sei absolutes Mittelmaß und total gewöhnlich, erhalten wir die Fähigkeit, besonders zu sein. Jeder wird dann nämlich das Besondere in seinem Nebenmenschen sehen - und nicht in sich selbst.
Natürlich sind wir einzigartig. Jeder von uns wurde als Original geschaffen von einem Schöpfer, der komplett andere Vorstellungen von "normal" hatte - und immer noch hat - als wir. Seiner Meinung nach ist es normal, dass jeder etwas Besonderes ist, und ich glaube, er ist manchmal kurz vor dem Ausflippen, wenn wir uns wieder selbst runtermachen. Er liebt uns sehr und will uns gerne begegnen. Wenn wir wie Würmer im Staub liegen, können wir ihn aber nicht sehen."

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Samstag, 1. September 2012
Nach Langem mal wieder
Nach Langem blogge ich mal wieder - wurde sträflich vernachlässigt!!

In dem folgenden Fragment geht es auch wieder um zwei, die sich nach Langem mal wieder treffen.

Gestern hatten wir uns mal wieder im Kaufhaus getroffen, Wallace und ich. Heute saßen wir uns am kleinen Tisch gegenüber. Scharen von Menschen an uns vorüberziehend, und wir rätselten immer noch. Darüber, dass "Wanderers Nachtlied", von einer Frau gesungen, nach Aufbruchsstimmung, aber nicht nach Franz Schubert klingt.

So ist Wallace immer. Er hat buschige Augenbrauen, einen scharfen Verstand und starrt am liebsten ins Leere, hinaus auf die Straße, und durchdringt die Häuserfassaden gegenüber mit seinem Blick. Die Augen erinnern an grünliches Brackwasser.
Ich finde Brackwasser schön. Schließlich brüten in der Nähe meistens weiße Reiher.

Vielleicht kennen Sie Wallace auch. Er sitzt jeden Tag zu derselben Zeit an demselben Ort. Er ist überhaupt ein Mensch der Gewohnheit, bestellt niemals etwas anderes als Orangenlimonade. Trotzdem ist er ein Mann geblieben.

Heute sitzen wir nach Langem mal wieder zusammen im Café, Wallace und ich. Wenn wir uns treffen, reden wir. Über die Oktoberrevolution, die derzeitige Konjunktur, den Existenzialismus, schmutzige Oberhemden. An Festtagen auch über die allgemeine Hoffnungslosigkeit und unsere Hoffnung im Besonderen - normalerweise beschränken wir uns aber auf die Dinge, von denen wir etwas verstehen.

Wallace sagt immer: "Menschen, die über Dinge reden, von denen sie nichts verstehen, sind wie Lexika. Man blättert in ihnen, um Informationen abzurufen, wird sich aber nicht in sie vertiefen."

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Freitag, 6. April 2012
Emmaus
Wir stehen unten am Hügel
und unsere Hoffnungen
gehen unter
in einer Flut aus Jammer und Tränen.

Es ist vorbei.
Blinde Trauer
ohnmächtige Wut
allgegenwärtige Angst bevölkert uns
nach dem Tod des geliebten Freundes
wir halten es nicht aus
und machen uns aus dem Staub
auf zu neuen Ufern.

Hitze. Durst. Stille.
Plötzlich ein Fremder
der mitgehen
mitwandern
mitflüchten will.
Er fragt uns aus
wirklich schlecht informiert
dieser Fremde.

Doch es scheint als wäre die Last
die wir auf unseren Schultern tragen
etwas leichter geworden
während wir ihm erzählen
was wir wissen und erlebt haben.

Als Müdigkeit und Hunger uns übermannen
suchen wir Zuflucht in der nächsten Herberge
der Fremde
inzwischen zum Freund geworden
muss mit, wir lassen ihn nicht gehen
allein in der dunklen Nacht.

Er greift nach dem Brot
und bricht es
und wir erkennen plötzlich
den totgeglaubten Freund in ihm
der sich aufmachte
unsere Last zu tragen
bis in den Tod.
Er ist auferstanden!
Dann verschwindet er vor unseren Augen.

Doch in dem kurzen Augenblick
in in dem wir ihn wirklich sahen
ließ er den Stern unserer Hoffnung
wieder neu aufgehen
zur Gewissheit der Erlösung.

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Sonntag, 18. März 2012


Zuweilen ergreift mich
Eine seltsame Sehnsucht nach dem Meer
Sehnsucht , die ein Fisch hat
Ein schuppiger , schillernder
Verzehrende Sehnsucht danach
Am Meer zu stehen
Dunst vor der Sonne
Naß auf der Haut
Feucht
Kein Ende sieht das Auge
Egal wie weit schweifend
Unendlich
Weiße Gischt
Bewegte Wellen
Wild
Ungezügelt
Laut
Wind in den Kleidern
Überall hin wehend
Sandkörnchen werfend
Um mich herum
Salz auf den Lippen
Zerzauste Haare
Leuchtende Augen
Frei.
Mein Meer .

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Samstag, 10. März 2012
Testosteronien oder Östrogenien?
Ist unsere Gesellschaft eher das erstere oder das letztere? Bei der Diskussion darüber, ob wir inzwischen frauendominiert oder immer noch männerdominiert sind und was besser ist, gerät aus meiner Sicht folgendes in Vergessenheit: Männer und Frauen sind zwar unterschiedliche Geschlechter, aber Teil eines gemeinsamen Ganzen. Während ich darauf warte, dass meine auf dem Herd köchelnde (prophetische) Gemüsesuppe fertig ist erzähle ich hierzu meine Lieblings-Analogie, die angeblich auf Plato zurück geht.
Am Anfang war der Mensch eine Kugel. Aus irgendeinem Grund, den ich gerade nicht mehr in Erinnerung habe, zerbrach der Mensch in zwei Hälften - eine männliche und eine weibliche. Seither irren ganz viele Hälften auf der Welt herum, auf der Suche nach einander - der passenden Hälfte, halt. Mir ist schon klar, dass damit nur eine Lebensform erklärt wird. Trotzdem fängt Plato mit dieser Geschichte ein ganzes Universum an Fragen und Erklärungen, Sehnsüchten und Leidenschaften ein...

Will jetzt noch jemand mein Rezept für die Gemüsesuppe (für eine Person)?

1/2 Stange Lauch, in Ringe geschnitten, 1 Scheibe Sellerie, geschält und gewürfelt, 1 Karotte (ebenso), 1 kleine Petersilienwurzel, (ebenso), und 1/4 einer kleinen Kohlrübe (ebenso), mit 3/4 l kaltem Wasser und 6 Pfefferkörnern aufsetzen. Aufkochen lassen, bei Bedarf abschäumen. Dann 10 Minuten bis 1/4 Stunde köcheln lassen. Probieren, ob alles schön bissfest ist, dann etwas gewaschene und schön klein zerpflückte Petersilie hinzu geben und alles nochmals 1 Minute kochen. Das Ergebnis ist eine recht konzentrierte, etwas süßliche Suppe, die noch etwas verdünnt werden kann, wenn eine Suppeneinlage verwendet werden soll. Wennn alles frisch ist, duftet sie ganz wunderbar und braucht keine Würzmittel wie Instant-Brühe mehr. Die Suppe abschmecken (Salz). Der Bringer: Ein kleines Stück gesalzene Butter aus der Normandie dazu geben und schmelzen lassen. Anschließend (wichtig: nach dem Abschmecken!) die Einlage dazu geben. Gut schmecken Grießnockerl, Flädle oder auch Leberknödel, Suppenmaultaschen, etc....

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Montag, 5. März 2012
Prophetisch Kochen


Der Mensch muss Träume haben!

Auf den Mount Everest steigen, vier Kinder kriegen, im Buckingham Palace wohnen oder einfach nur mal eine Donauwelle richtig hinkriegen - das sind die Dinge, die uns im Leben antreiben. Mein großes Ziel: Prophetisch Kochen können. Dann biete ich Kurse an - "Prophetisch Kochen für Fortgeschrittene" oder "Kochen für fortgeschrittene Propheten" oder "fortgeschrittenes Kochen für Propheten".

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Letzte Aktualisierung: 2012.09.04, 00:46
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Schön!
Inelch - Du solltest ganz dringend auch bloggen. Prophetisch...
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