| Prophetisch Kochen |
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Dienstag, 4. September 2012
Noch ´ne Wallace-Geschichte
prophetisch_kochen, 00:46h
"Manchmal", sage ich zu Wallace, "möchte ich es den Menschen einfach beweisen."
"Was genau meinst Du?" antwortet er. "Dass die Erde rund ist, weiß die Menschheit schon eine Weile. Möchtest Du ihnen vielleicht beweisen, dass der Pfirsich dort auf dem Tisch in ein Wasserglas passt?" "Ich will ihnen beweisen, dass ich etwas kann. Dass ich liebenswert bin. Dass ich etwas Besonderes bin, so wie alle anderen auch." Wallace denkt lange nach. Schließlich sagt er: "Wenn jeder beansprucht, etwas Besonderes zu sein, ist das Besondere gewöhnlich. Erst dadurch, dass jeder denkt er sei absolutes Mittelmaß und total gewöhnlich, erhalten wir die Fähigkeit, besonders zu sein. Jeder wird dann nämlich das Besondere in seinem Nebenmenschen sehen - und nicht in sich selbst. Natürlich sind wir einzigartig. Jeder von uns wurde als Original geschaffen von einem Schöpfer, der komplett andere Vorstellungen von "normal" hatte - und immer noch hat - als wir. Seiner Meinung nach ist es normal, dass jeder etwas Besonderes ist, und ich glaube, er ist manchmal kurz vor dem Ausflippen, wenn wir uns wieder selbst runtermachen. Er liebt uns sehr und will uns gerne begegnen. Wenn wir wie Würmer im Staub liegen, können wir ihn aber nicht sehen." ... link (0 Kommentare) ... comment Samstag, 1. September 2012
Nach Langem mal wieder
prophetisch_kochen, 22:08h
Nach Langem blogge ich mal wieder - wurde sträflich vernachlässigt!!
In dem folgenden Fragment geht es auch wieder um zwei, die sich nach Langem mal wieder treffen. Gestern hatten wir uns mal wieder im Kaufhaus getroffen, Wallace und ich. Heute saßen wir uns am kleinen Tisch gegenüber. Scharen von Menschen an uns vorüberziehend, und wir rätselten immer noch. Darüber, dass "Wanderers Nachtlied", von einer Frau gesungen, nach Aufbruchsstimmung, aber nicht nach Franz Schubert klingt. So ist Wallace immer. Er hat buschige Augenbrauen, einen scharfen Verstand und starrt am liebsten ins Leere, hinaus auf die Straße, und durchdringt die Häuserfassaden gegenüber mit seinem Blick. Die Augen erinnern an grünliches Brackwasser. Ich finde Brackwasser schön. Schließlich brüten in der Nähe meistens weiße Reiher. Vielleicht kennen Sie Wallace auch. Er sitzt jeden Tag zu derselben Zeit an demselben Ort. Er ist überhaupt ein Mensch der Gewohnheit, bestellt niemals etwas anderes als Orangenlimonade. Trotzdem ist er ein Mann geblieben. Heute sitzen wir nach Langem mal wieder zusammen im Café, Wallace und ich. Wenn wir uns treffen, reden wir. Über die Oktoberrevolution, die derzeitige Konjunktur, den Existenzialismus, schmutzige Oberhemden. An Festtagen auch über die allgemeine Hoffnungslosigkeit und unsere Hoffnung im Besonderen - normalerweise beschränken wir uns aber auf die Dinge, von denen wir etwas verstehen. Wallace sagt immer: "Menschen, die über Dinge reden, von denen sie nichts verstehen, sind wie Lexika. Man blättert in ihnen, um Informationen abzurufen, wird sich aber nicht in sie vertiefen." ... link (0 Kommentare) ... comment Freitag, 6. April 2012
Emmaus
prophetisch_kochen, 21:57h
Wir stehen unten am Hügel
und unsere Hoffnungen gehen unter in einer Flut aus Jammer und Tränen. Es ist vorbei. Blinde Trauer ohnmächtige Wut allgegenwärtige Angst bevölkert uns nach dem Tod des geliebten Freundes wir halten es nicht aus und machen uns aus dem Staub auf zu neuen Ufern. Hitze. Durst. Stille. Plötzlich ein Fremder der mitgehen mitwandern mitflüchten will. Er fragt uns aus wirklich schlecht informiert dieser Fremde. Doch es scheint als wäre die Last die wir auf unseren Schultern tragen etwas leichter geworden während wir ihm erzählen was wir wissen und erlebt haben. Als Müdigkeit und Hunger uns übermannen suchen wir Zuflucht in der nächsten Herberge der Fremde inzwischen zum Freund geworden muss mit, wir lassen ihn nicht gehen allein in der dunklen Nacht. Er greift nach dem Brot und bricht es und wir erkennen plötzlich den totgeglaubten Freund in ihm der sich aufmachte unsere Last zu tragen bis in den Tod. Er ist auferstanden! Dann verschwindet er vor unseren Augen. Doch in dem kurzen Augenblick in in dem wir ihn wirklich sahen ließ er den Stern unserer Hoffnung wieder neu aufgehen zur Gewissheit der Erlösung. ... link (0 Kommentare) ... comment ... older stories
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Letzte Aktualisierung: 2012.09.04, 00:46 status
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Noch ´ne Wallace-Geschichte
"Manchmal", sage ich zu Wallace, "möchte ich es... by prophetisch_kochen (2012.09.04, 00:46) Nach Langem mal wieder
Nach Langem blogge ich mal wieder - wurde sträflich... by prophetisch_kochen (2012.09.01, 22:08) Emmaus
Wir stehen unten am Hügel und unsere Hoffnungen gehen... by prophetisch_kochen (2012.04.06, 21:57) Adelaide hat die Nase...
So, und als nächstes folgt eine Fortsetzungsgeschichte... by prophetisch_kochen (2012.04.01, 21:22) Schön!
Inelch - Du solltest ganz dringend auch bloggen. Prophetisch... by prophetisch_kochen (2012.04.01, 21:20) |
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